Mbunas vergesellschaften

Vorüberlegungen

Mbunas besetzen Reviere und verteidigen diese. Selbst relativ kleine Arten verteidigen oft einen Würfel von 50x50x50 cm wehement und wenn es sein muss bis zum Tod des Kontrahenden oder des eigenen. Fische mit einem solchen Verhalten schrecken Anfänger oft ab. Allerdings kann dieses Verhalten gerade den Reiz der Haltung von Mbunas erklären.

Was geht?

Mbunas sollten am besten unter sich bleiben. Um den Ansprüchen an die Ernährung gerecht zu werden, sollten sie sowieso nur mit anderen Pflanzenfressern zusammen gehalten werden. Auch die Aggressionen der Aquarium Fische werden oft nur von anderen Mbunas ertragen.

Bei der Zusammenstellung des Besatzes ist es wichtig, dass jedes Männchen im Aquarium sein eigenes Revier beziehen kann. 40 cm Kantenlänge sollte nach Möglichkeit jedes Männchen für sich beanspruchen können. Bei einer Beckenlänge von 120cm könnten als 3 Männchen. also demnach 3 unterschiedliche Arten gehalten werden, wobei zu den Männchen am besten 3 bis 4 Weibchen gesetzt werden.

Bei den Männchen, die vergesellschaftet werden sollen, darf jetzt darauf geachtet werden, dass sie möglichst unähnlich aussehen. Eine Vergesellschaftung mit 3 unterschiedlichen Arten in einem Aquarium mit 120 cm Länge, könnte also so aussehen, dass 3 Arten eingesetzt werden: Melanochromis auratus, Labidochromis caeruleus und Pseudotropheus msobo. Auf diese Weise erkennen die Männchen die anderen Männchen nicht als direkte Konkurrenten und ignorieren diese weitgehend.

Was geht nicht?

Mehrere Männchen der gleichen Art sollten nur dann ins Aquarium eingesetzt werden, wenn deutlich mehr Weibchen vorhanden sind und ausreichend Versteck und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind.

Bei der Vergesellschaftung der großen Mbuna-Arten wie Metriaclima zebra Chilumba sollte mir 1 Art aus diesem Komplex eingesetzt werden, da sich hier die Männchen auch über Reviergrenzen hinweg aggressiv bekriegen und fast immer verletzen.

Eine Vergesellschaftung mit Non-Mbunas ist ebenfalls wenig ratsam. Die Nons kommen oft mit dem aggressiven Verhalten der Mbunas nicht zurecht. Ebenfalls problematisch: Ernährt der Aquarianer seine Mbunas passend, kommen die Nons zu kurz und erhalten zu wenig Proteine. Passt das Futter für die Nons, verfetten die Mbunas. Nachzuchten von Mbunas können aber als Futtertiere für die großen Räuber dienen.

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